Da wir unsere Kostüme, Schleier, Schuhe, Schmuck, usw. von überall auf der Welt beziehen, möchten wir Sie zur Weihnachtszeit auf eine kleine Reise in die Ursprungsländer unserer Waren und in die Ursprungsländer des orientalischen Tanzes, Bauchtanzes und der orientalischen Kultur entführen. Wir haben für Sie ein exotisches, interessantes Weihnachtspaket zusammengestellt. Darin enthalten sind Informationen über die verschiedenen internationalen Weihnachtsbräuche und die Art wie Weihnachten in anderen Ländern verbracht wird. Den Schwerpunkt haben wir hier selbstverständlich auf die Regionen des Orients/Asiens gelegt und stellen Ihnen Weihnachten in Indien, Ägypten und der Türkei vor. Begleiten Sie uns auf eine aufregende Reise in internationale Weihnachtsbräuche und –traditionen und lassen Sie sich von der besinnlichen Vorfreude auf das Weihnachtsfest anstecken.
„Shub Naya Baras“ oder „Fröhliche Weihnachten“ aus Indien
Auch wenn nur ein sehr kleiner Teil der indischen Bevölkerung christlichen Glaubens ist(etwa 7 % der Gesamtbevölkerung) ist Weihnachten in Indien dennoch ein offizieller Feiertag. Sein Name auf Hindi ist „bada din“, was übersetzt soviel wie „großer Tag“ bedeutet. Die indischen Christen feiern Weihnachten als eine Mischung aus eigenen Traditionen und Traditionen aus anderen Ländern. Als Weihnachtsbaum wird meist ein Mangobaum oder eine Bananenstaude verwendet, die mit Weihnachtsschmuck verziert werden. Auch Lichterketten und bunte Lichter an den Häusern sind keine Seltenheit. Oftmals werden auch Mangoblätter als Verzierung verwendet. Eingeläutet wird das Weihnachtsfest in vielen christlichen indischen Familien durch den Gang zur weihnachtlichen Mitternachtsmesse, die durchschnittlich zwischen zwei und drei Stunden dauert. Am Weihnachtsmorgen wird dem Familienoberhaupt dann symbolisch eine Zitrone überreicht. Diese soll als Zeichen der Verehrung dienen und wird mit vielen Glücks- und Erfolgswünschen übergeben.
Außerdem findet am Weihnachtstag ein Festessen statt, das meist im Freien veranstaltet wird. Die Tische werden mit Decken aus kunstvoll geflochtenen Palmblättern belegt, worauf dann wiederum das Weihnachtsessen angerichtet wird. Zu Weihnachten werden Tontöpfe gefüllt mit Curryreis, Schüsseln mit verschiedenen Gemüsen und große Pfannen mit gewürztem Fleisch serviert. Nach dem Essen wird gesungen und getanzt, bei Einbruch der Dunkelheit wird ein Freudenfeuer entzündet. Am nächsten Morgen hängen kleine Geschenke für die Kinder in den Bambusbäumen. Abgeschlossen wird das Weihnachtsfest mit einem großen Feuerwerk, zu dem sich die gesamte Gemeinde einfindet.
Allerdings feiert, wie oben bereits erwähnt, nur ein sehr kleiner Teil der indischen Bevölkerung Weihnachten. Ein weit größerer Bevölkerungsteil begeht stattdessen das hinduistische Lichterfest Diwali, das aufgrund seiner starken spirituellen und sozialen Bedeutung sowie seines fröhlichen Charakters mit dem westlichen Weihnachten verglichen werden kann. Das Fest wird meist im September oder Oktober gefeiert.
Das wichtigste Element des Diwali sind die Lichter. Während in früheren Zeiten vor allem kleine Öllampen in Reihen in Fenster und Eingänge gestellt wurden, werden heute die Wohnhäuser, Straßen und Geschäfte zunehmend mit elektrischen Lichterketten erleuchtet. Oft werden auch Lampen in Bäume und Kerzen auf den Dächern platziert. Diese Lichter sollen den Geistern der Toten helfen, den Weg ins Land der Seligkeit zu finden.
Diwali wird nach einem festen Ablauf begangen.
Am ersten Tag des Lichterfestes steht man früh auf und wäscht sich mit wohlriechendem Öl. Es werden neue Kleider getragen und Süßigkeiten verschenkt. Bereits Tage vor dem Fest werden überall auf den Straßen Knallfrösche und kleine Feuerwerke entzündet.
In vielen Teilen Indiens wird der zweite Tag des Diwali der Göttin des Glücks Lakshmi gewidmet. Die Lichter sollen die Göttin grüßen und willkommen heißen, da diese der Sage nach nur Häuser betritt, die mit Lichtern markiert sind und nur in solchen Häusern Glück verbreitet. Der Tag ist bei den Indern sehr beliebt, um Geschäfte abzuschließen oder an Glückspielen und Lotterien teilzunehmen. Dem Glauben nach ist die Wahrscheinlichkeit, erfolgreich zu sein und Glück zu haben, an diesem Tag besonders hoch.
Der dritte Tag ist ganz der Familie und der Ehe gewidmet. Ehefrauen schwenken ein Tablett mit Lichtern über den Köpfen ihrer Ehemänner und tupfen ihnen einen Segenspunkt auf die Stirn.
Am vierten Tag segnen Schwestern ihre Brüder mit Licht und beide versprechen sich gegenseitig aufeinander achtzugeben.



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